History

History

Es war 1999. Steffs damalige Band "MSN" spielte in der Krefelder Kulturfabrik.
Obwohl ich Steff von unserer früheren gemeinsamen Band "Wochenend Combo" schon lange kannte, jedoch nur als Keyboarder, fiel er mir jetzt als Sänger mit grandios rauer Stimme und großer, wenn auch noch recht ernster Bühnendominanz positiv auf.

Doch beginnen wir noch etwas früher:
Mit meiner Band "Auf Achse", gegründet 1984, spielten wir die ersten 10 Jahre nur eigene Songs. Wir waren verhalten erfolgreich, aber sehr kreativ.
Man mußte die Songs zusammenbasteln und Texte schreiben und hatte dann etwas Eigenes geschaffen. Damals war es für mich/uns gegen die Musiker-Ehre, fremde Songs nachzuspielen, zu covern. "Niemals!" habe ich gesagt.
Mit der Zeit bauten wir zur Verzückung des Publikums doch ein paar Coversongs ein, welche dankbar angenommen wurden, da ja bekannt und direkt mitsingbar. Es machte Spaß "Ein Freund, ein guter Freund" von Heinz Rühmann oder sogar Modern Talking aufzupeppen, also vor allem mit fetten Gitarrenriffs aufzurocken. Man spielte zwar nach, aber es blieb noch die Kreativität, Songs auf die eigene Art zu verändern.

Zu dieser Zeit schaute ich mir in Hamburg das Musical "Buddy Holly" an, die Band spielte die alten 50er und 60er Oldies, aber richtig fett mit dem Arrangement und dem Rocksound von heute, ich war begeistert...so können sich alte Welthits also auch anhören.
Für uns war es jedoch eine Gratwanderung, z.B. Schlager nachzuspielen, wenn auch auf die rockige Art, aber trotzdem die Musiker-Ehre zu behalten,
legt(e) man doch immer großen Wert darauf, ein möglichst guter Musiker zu sein. So hatten wir also anspruchsvolle Stücke wie Queen und Toto im Sortiment als auch diese Spaßliedchen zum Mitgröhlen.

Ich selbst (nicht gerade mit Trommler-Genen zur Welt gekommen und auch lieber mit Band als alleine übend) fühlte mich im Jahr 2000 trotzdem nicht so recht musikalisch ausgelastet.
In mir reifte die Idee eine weitere Band zu formen, die eben NUR das Verrocken von Welthits, Schlagern oder sogar Kinderliedern anstrebt, also "wo die Musiker vor nix fies sind". Sah ich doch, wie gut es beim "Volk" ankommt. Da ich selbst privat eigentlich nur Heavy Metal höre, wollte ich es aber härter aufziehen, also oben genannte Songs schnell, witzig und möglichst hart aufrocken, daher die Wortformung "Happy Metal".
Steffs Band "MSN" hatte zwei Gitarristen mit langen Haaren (darunter auch Schröder). Ich stellte mir vor, wie witzig es wäre, mit diesen vermeintlich ernsten "Bombenlegern" eben solchen Spaßrock-Blödsinn zu performen.

Ich sprach Steff mehrfach eindringlich mit meiner "Happy Metal"-Konzeptidee an. Es vergingen darüber einige Monate und ich vergesse nie den Moment, als Steff plötzlich in meinem Bürotürrahmen stand und sagte: "MSN hat sich aufgelöst...wir können loslegen!!"

Für mich war klar, dass Bassist Uli, mit dem ich nun seit über 25 Jahren bei "Auf Achse" spiele, dabei sein muß, verstehen wir uns doch freundschaftlich und musikalisch blindlings.

Glücklicherweise stand auch Uli's Bruder Jockel zur Verfügung, hatte Zeit und Lust. Ich glaube, Jockel hatte sogar Steff in früheren Jahren auch mal konsultiert, irgendetwas zusammen zu machen.

Naja, jetzt wurde es konkret und wir setzten für den 03.04.2001 die erste Bandprobe an im "Auf Achse"-Proberaum. Dazu muß man wissen, dass dieser Raum sehr gemütlich und mit allem, was das Musikerherz begehrt, eingerichtet ist. Unvergessen Steff's erste Worte, als er mit Schröder in den Proberaum kam:"Ihr sauft Kaffee...seid ihr Rock'n'Roller oder wat!??"

Schröder ließ sich von Steff zu dieser Probe überreden, war er doch eher skeptisch, ob das mit uns Hülser Dorfmusikanten überhaupt etwas geben könnte. Wir hatten uns 2 Songs vorgenommen: "Doctor, Doctor" von "UFO" sowie Michael Jacksons "Billy Jean", welches von den "Bates" schon aufgerockt war und somit in meine bevorzugte Richtung ging.

Es klappte mit uns direkt unerwartet gut! Wir nahmen uns weitere Stücke und Proben vor. Jedoch hatte vor allem Schröder anfangs Probleme damit, irgendwelchen Blödsinn aufzurocken (die beschriebene Musiker-Ehre), somit wurden von beiden Seiten viele Kompromisse gemacht:
AC/DC in Original, dann aber auch Backstreet Boys verrockt usw.

Schon nach 3 Monaten hatten wir ein Repertoire zusammen und spielten das erste Mal in St. Hubert in der Kneipe "Haus Kebben".
Nun zeigte sich, was für ein Showpotenzial unsere Band hat.
Steff, Schröder und Jockel rannten unentwegt durch die Kneipe, hüpften und strahlten einfach Spaß aus! Uli und ich damals eher noch verhalten, ich selbst bis heute noch verhalten...
Bis heute gibt es erstaunte Gesichter im Publikum, wenn sich die Band komplett im Zuschauerraum tummelt oder über Theken und Tische rennt, oft ist über Minuten keiner ausser mir auf der Bühne.

Die nächsten Konzerte fanden meist in unserer Heimat Hüls statt, im "Türmchen", im "MAX" oder z.B. auf dem kleinen Platz vor dem alten Krankenhaus, auf dem wir zum ersten mal "Country Roads" in der Lewinsky-Spaßrock-Version präsentierten und das Publikum direkt lautstark mitging. Das Verrock-Konzept schien sich zu bestätigen.

Beim nächsten "MAX"-Gig (Gig=Konzert) wollte die Freundin des Wirtes ein Lied mit uns zusammen darbieten: "Leuchtturm" von Nena.
Schröder bekam schon die Krise: "Nena...wie peinlich!" Wir rockten das Lied auf und nun schrie das Publikum den Refrain lauter als unsere Anlage es je vermochte! Der Song war ein Glücksfall, ist er bis heute bei jedem Lewinsky-Gig das letzte Lied im Set und ein Zugabengarant.

Steff's Publikumsaufteilungen in Männer- gegen Frauen-Chorduelle etc. sind ein begehrter Show-Act. Ich sagte damals: "Das kannst Du aber jetzt nicht jedesmal machen, das wird doch langweilig" Doch...Steff kann...bis heute...und die Chöre werden immer lauter!

Zur Zeit der Monica-Lewinsky-Affäre suchten wir einen Bandnamen.
Steff und ich saßen uns im Proberaum gegenüber und wir kamen dann, nachdem wir anfänglich 2 Monate "Ace of Spades"(nach einem Songtitel von "Motörhead") hießen, auf politische Themen und Namen wie "Clinton" und eben "Lewinsky". Ich sehe noch genau, wie Schröder an seinem Verstärker stand, die Gitarre stimmte und rief: "Lewinsky? Ihr seid doch sowas von bescheuert...das ist doch voll asi!!" :-) Aber wir fanden es klasse, jeder kennt den Namen und er ist kurz und knackig.

Die jährliche Institution Hülser Rocknacht (ursprünglich ein einmaliges Aufleben zur Erinnerung an die alte Hülser Band "Drum Fire", in der früher auch Jockel mitspielte, war erfolgreich und Fortsetzungen folgten) wurde zu unserem Heimvorteil-Gig.

Seit 2002 spielen wir dort jedes Jahr und bescherten dem Event nicht nur Zulauf, sondern uns einen wachsenden Fankreis und mehr Auftritte. Nicht zuletzt durch Steff's witzigraue Ansagen und das freche Spiel mit den Zuschauern und die pausenlose Bewegung der Gitarristen. Ich selbst kenne in unserer Region keine Band, die soviel Bühnen-Kilometer macht.

"Krefelds Spaßrocker" schrieb der "Stadt-Spiegel", das haben wir dann auf unsere Plakate übernommen.

Es verging einige Zeit, da sprach uns auf Schröder's Hochzeit sein Schwager Raiko an, ob wir nicht mal für seine Clique "Mo'BooBs" (übersetzt "Mehr Brüste") spielen könnten. Ich selbst garnicht begeistert von Privat-Gigs, sollte eines Besseren belehrt werden, denn die Party im Garten eines "Mo'BooBs"-Mitglieds entwickelte sich zu einem äußerst spaßigen Abend:
Mein Schlagzeug vor dem Wohnzimmerfenster platziert, sprangen meine Mitmusikanten über Blumenbeete und Campingzelt- Heringe, ein richtig gelungener, aber auch lauter ausgelassener Abend, ich war so stolz auf die km-Leistung meiner Kollegen...bis... die Polizei kam.

Diese Stimmung sowie auch das Eintreffen der Lärm-Polizei sollte sich in Zukunft bei vielen unserer Konzerte wiederholen. Trotzdem: Auch die "Mo'BooBs"-Party findet seitdem jährlich, mittlerweile in großem Rahmen als Scheunenparty statt. Und die Clique bescherte uns auch unseren geduldigen Webmaster Jeff, der 2004 unsere Webseite ins Leben rief und diese seitdem aufwändig pflegt und gestaltet.

Es gibt natürlich unzählige Anekdoten aus der Lewinsky-Zeit, die wir von Zeit zu Zeit hier noch einfügen werden.

Wir können mit Stolz behaupten, dass es, wie sonst in vielen Bands üblich, keine personellen Umbesetzungen gab und auch kein Auf und Ab oder gar Streit. Man muß es einfach so sagen:
Wir waren die Jahre hindurch einfach fleißig!!
Proben regelmäßig, bieten laufend neue Songs, verstehen uns sehr gut, sind als Band eine Konstante und bringen dem Publikum Spaß durch Ausstrahlung, Witz und Bewegung, versuchen auf Gigs wirklich alles zu geben. Oder wie letztlich jemand sagte: "Ihr habt Euch den Erfolg erarbeitet!"
Nun muß man auf dem Teppich bleiben, der "Erfolg" ist halt nur regional, denn "Lewinsky" ist immer noch nur eine von vielen guten Krefelder Stadtbands.

Es gibt nicht nur den Applaus im Musikantenleben, das Schlimmste ist die Schlepperei der Anlage und Instrumente, vor allem nach den Gigs, wenn man ausgepowert ist. Ich erinnere mich, als wir im Düsseldorfer "Buck Mulligans"-Keller 2 Abende hintereinander je 5 Stunden überbrücken mussten (also nicht nur spielen, es kommt ja noch das ewige Hüpfen und Rennen dazu), und wir es danach kaum noch mit den Boxen die Treppen hoch schafften...wir waren fertig! Hatten wir auch hin und wieder Helfer im Freundeskreis, war das Schleppen doch äußerst lästig.

Somit sprach ich eines Abends im Hülser "Markt 15" unseren Helfer Markus Till an, ob er nicht mit seinen "Kumpels" eine bezahlte Roadie-Crew aufbauen will.
Gesagt, getan! Bis heute verdanken wir unseren jungen fleißigen Aufbauhelfern sorgenfreie Konzerttage.
Sah ich mal bei "Van Halen", dass die mit einem Helikopter auf einem Stadion landeten, die Stufen runterrannten und gleich anfingen zu spielen. Das haben wir nun auch, nur leider ohne Helikopter und ohne Stadion :-) Spät nachts tauchen unsere Roadies wieder auf und schleppen unser Zeug zurück. Danke! Danke! Danke! Heute ist das Roadie-Team unter Uli's Management.

Neidvoll schauten wir immer auf die großen Veranstaltungen der Region. Für alte Krefelder Haudegen-Bands wie "Idea" oder "Jet Black" war das ganz normal, vor tausenden Leuten zu spielen. Aber das Glück der Tüchtigen stellte sich ein, als sich die Veranstalter der "Oppumer Oldienacht" auf Empfehlung hin einen Gig von uns anschauten und uns direkt verpflichteten.

Wir hatten Schiss! Ja, wir hatten schon ganz gute Gigs absolviert, aber können wir vor 2000 Leuten bestehen? Noch dazu setzten uns die Veranstalter als dritte von drei Bands ein, weil sie nicht die "lauteste Band" zuerst spielen lassen wollten. Aber es klappte, wir spielten den bis dahin für uns besten Gig vor einem bis heute unbezahlbar gutgelaunten Publikum und erstritten auch hier einen Stammplatz bei diesem schönen Event mit stetig wachsender Besucherzahl.

Im Jahr darauf kam dann die Moerser Rocknacht mit 5000 Zuschauern. Heute wissen wir: Es ist viel schwieriger, Stimmung in eine kleine Feier zu bekommen. Manchmal spielt man in einem 400-Leute-Saal, in den aber nur 50 Gäste geladen sind.
Das ist Höchstleistung für die Band und vor allem Steff läuft gerade dann zur Hochform auf. Er kommandiert die verstreuten Gäste humoristisch samt ihren Stehtischen zur Bühne und die Jungs mischen sich mit ihren Gitarren ins Volk.
Wenn ich geschützt hinter meinen Trommeln denke: "Meine Güte, hoffentlich kriegen wir hier Stimmung rein" oder gar "Bitte, lass' den Abend schnell vergehen" fahren meine Vorderleute erst richtig auf.
Ich muß sagen: Das ist eigentlich die größte Stärke unserer Band, selbst bei einem vermeintlich zähen oder weit verstreuten Publikum so lange zu ackern, bis die Stimmung da ist!

Da Steff perfektes Englisch beherrscht (auch mit dem typisch amerikanisch quätschigen Slang), somit im Ausland moderieren kann und ich gerne fernverreise, kam mir die Idee, einfach mal bei ein paar New Yorker Rock-Clubs anzurufen, ob wir dort denn nicht mal spielen könnten.
Es war auch als Dank gedacht von mir introvertierten Drummer für die gute konstante Bandleistung meiner Frontleute und dem Bandzusammenhalt über die Jahre hinweg.
2 Clubs in Brooklyn und Manhattan sagten nach Sichtung unserer Live-Videos für Konzerte zu. Wir Hülser Landeier in der großen weiten Welt, was für ein schöner Gedanke, den ich monatelang mit mir herumgetragen habe, bis die aufwändige Planung von Ablauf, Transport, Equipment, Hotels, Video-Locations und Aktivitäten in trockenen Tüchern war und ich die Jungs überraschen durfte. Mit auf Tour auch Renn- und Stadionsprecher Lars Gutsche.

Hier Schröders Reisebericht New York (siehe auch Videos "Lewinsky MADley" und "Lewinsky NY-Doku")

Um unsere Band doch ein wenig abzuheben, weigerte ich mich von Anfang an gegen "ausgelutschte" Songs, die fast jede Coverband spielt und setzte sie auf meine sogenannte "Rote Liste". Sind "Smoke on the water", "Allright now", "Proud Mary", "Sexy" und viele andere mehr zugegebenermaßen Meilensteine der Musikgeschichte und Stimmungsgaranten, so werden sie auf jedem Marktplatz zum millionsten Mal von jeder Band und bis zum Erbrechen kaputtgespielt.

"Wir müssen bei Lewinsky auch ohne diese Stücke auskommen und trotzdem mit Witz und Show Stimmung erzeugen"
war und ist meine/unsere Devise ...und es klappt!

Ich selbst kann die ganzen oben genannten Coverversionen und so viele andere nicht mehr ertragen und gehe somit kaum noch zu Coverband-Gigs.
Was nicht heißt, dass die Konkurrenz schlecht wäre, im Gegenteil!
Es gibt immer mehr supergute Gruppen, die uns allein vom musikalischen Können her weit voraus sind...
aber es geht um das Originelle!

Da gibt es immer wieder innovative Ausnahmen, konnte ich doch letztes Jahr die Kieler Coverband "United Four" geniessen. Kam mir deren Konzept doch gleich ein wenig bekannt vor, Schlager und Rocksongs aufzupeppen, die Lieder und sich selbst auf die Schippe zu nehmen, waren diese Jungs doch schon arg professionell darin: Sie mischten "Andrea Berg"
mit "AC/DC" oder steuerten mit ihren Gitarren Synthesizer an, mit denen sie grandios nicht nur Rock und Schlager, sondern auch moderne Dancefloor-Hits rockig präsentierten und zogen die Menge sofort in ihren Bann.
Für mich eine zukunftweisende Coverband.

Im Laufe der Zeit und der ständigen Bewegung der Band verpflichtet, entwickelten sich bei Lewinsky außergewöhnliche Tanzformen:

- Jockel, schon immer mit witzigen Stechschritt-, Tennisschläger- und Hüpfeinlagen aller Art und stets breitem Grinsen ("der mit den Zähnen"), legt live und bei Videoaufnahmen den Hebel um und gibt einfach spontan und pausenlos ALLES!! Ich beneide ihn und unsere Frontleute um ihre wunderbar freundliche Ausstrahlung!

- Unser Uli weiß mit diversen Formen von Bauchtanz ohne Bauch oder Schlangentanz aufzuwarten, bewegt er doch Beine und Körper so, als hätte er keine Knochen darin. Auch das lässt sich schwer beschreiben... kommen und erleben! Uli redet nicht viel...er macht! Ja, Front-Stars alleine machen noch keine gute Band, wenn sich Uli tagtäglich im Hintergrund nicht um alles vor allem Technische kümmern würde...ojeh! :-)

- Schröder entwickelte den "Schrö-Dance", also das Pendeln des Körpers außerhalb des Taktes, während er aber im Takt spielt. Garnicht einfach, muß man aber gesehen haben.
Schröder machte wohl die grösste Wandlung in unserer Band durch, musste er sich doch vom ernsthaften Metaller mit Oberklasse-Ambitionen in einen Coverbandspaßrocker verwandeln mit allen Kompromissen, die dafür nötig waren :-) Auch wenn bei ihm oft noch die Meinung eines Musiker-Polizisten schwerer wiegt als das lautgestimmte Publikum, ist er doch weder menschlich noch musikalisch noch optisch von Lewinsky jemals wegzudenken.
Seine Soli sind verflixt schnell und aktuell, hier blitzt sein ganzes Können auf!
Auch Kilometer sammelt er, ich liebe es, wenn er rasant seine Bühnenrunden rennt, bei mir auf's Podest springt oder vorne seine Haare wie ein Metaller schwingt! Mittlerweile ist sich Schröder auch nicht mehr zu schade, live einen Blödsinns-Breakdance hinzulegen, teils mit wunderbaren Anleihen von Helge Schneiders Turner Serge Gleitman...ein optischer Genuss!
das wäre vor 10 Jahren bei Schröder noch undenkbar gewesen :-)

Eine weitere Gig-Institution ist der "Jazzkeller".
Seit 1958 geben sich dort die großen und kleinen Musikanten aus aller Welt die Klinke in die Hand. Jeden Karnevals-Sonntag ist dort Lewinsky-Tag und volle Hütte. Wenn man auch die Bühne nicht als solche bezeichnen kann und Pfeiler teilweise die Sicht einschränken, ist der Laden Kult und die Stimmung könnte besser kaum sein. Viel haben wir dort erlebt, Überschwemmung und schweißtreibende Konzerte...immer wieder gern!!

Übrigens Karneval:
2x sind wir auf Bauer Pauelsens Wagen mit "Mo'BooBs-Security" und Familienanhang im Hülser Karnevalszug dabei gewesen.
Beim ersten Mal funktionierte der Stromgenerator nicht, waren zum Nichtstun verdammt, teilweise verkrochen wir uns auf den Wagenboden, aber Leute, die oben an Fenstern saßen, konnten in den Wagen hineinsehen und riefen:
"Ey, warum spielt ihr nicht!!??" Wie peinlich :-) Beim Zug 2 Jahre später hatten wir's im Griff: Dafür entwickelten wir ein 6-Minuten-Medley mit aufgerockten Karnevalssongs, welches wir in Endlosschleife spielten, da sich der Zug ja ständig fortbewegte. Danach konnten wir das Medley aber nicht mehr ertragen, hatten wir es doch gefühlte 1000x hintereinander gespielt :-)

5 Jahre Lewinsky-Bestehen feierten wir noch mit einem lustigdeftigen Kegelabend. 10 Jahre Lewinsky sollte schon etwas Besonderes werden. Wir nahmen bei Christian Boche (Mischer von Band "Ranzig") ein Medley unserer Songs auf und flogen mit Marius Althof, Filmer und Cutter von "Nürburgring TV" nach Island, um unser Video "ICEley" zu drehen in kargen Lava- und wunderschönen Eislandschaften. Da Island gleich unter Grönland liegt, war es oft recht frisch :-)
Natürlich war wie schon in New York unser Freund und unverzichtbarer Spaßgarant Pauli Ropertz mit dabei.

Hier Schröders Island-Tagebuch

Wurden unsere ersten Konzertjahre noch von unserem "proberaumeigenen" Hans-Werner Ferfers abgemischt, übernahm später Jens Hauptmanns als fester Sound-Mischer aus Steff's damaliger Zweitband "Fandango" den Job. Bis heute steht Jens als treue gutgelaunte Seele parat und schafft professionell Abhilfe bei unseren "Sound-Wehwehchen".

Übrigens Mischer: Nach 15 Jahren Mischertätigkeit für meine Parallelband "Auf Achse" entwickelte sich Herbert Klöters zum Haus- und Hof- Fotografen für Lewinsky. Fast alle der schönen Live- und Webseitenfotos sind von ihm.

Heute muß ich sagen: Wir haben uns auch an vielen Songs versucht, die dann nicht rundgelaufen sind, haben einfach nicht gepasst...weg damit! Oder man stößt auch an die Grenzen seines Amateur-Könnens.

Entschuldigen müssen wir uns nur für 2 Konzerte: bei den Fukki-Bikern, da hatten wir damals eine schlechte Tagesform und beim Diebels Fasskeller, wo sich unsere Jungs bei der kleinen umzäunten Mini-Bühne nicht recht entfalten, rennen, springen und strahlen konnten. Aber das waren glücklicherweise Ausnahmen :-)

Auch mein Ur-Konzept, NUR verrockte Blödellieder zu präsentieren, ist so wohl nicht ganz richtig, die Leute brauchen zwischendurch auch mal ein ordentliches originales Stück "Metallica" oder "AC/DC" "auf die Ohren". So haben wir mittlerweile ein großes gemischtes Repertoire, bei dem jeder von uns zwar immer wieder Kompromisse machen muß, aber Spaß und Selbstverarsche oberste Premisse sind.

Wunderbar zu beobachten wie die Selbstverarsche von unseren Fans angenommen und auch erwartet wird, schon am Anfang unserer Gigs produzieren diese unbezahlbar netten Leute eine Bombenstimmung, "Du hast die Haare schön!" schallt es unserem glatzköpfigen Steff entgegen... "Danke" sagt dann Uli :-)

Hunderte Gästebucheinträge von hunderten netten Fans und Zuschauern bestätigen, dass wir ihnen abwechslungsreiche spaßrockige Abende geboten haben. Daran wollen wir konstant weiterarbeiten, damit es garnicht erst langweilig wird.

Wir bedanken uns bei all denen, die über die ganzen Jahre hinweg mit und für uns gearbeitet haben und es weiterhin tun.

Bei den Fans, die nicht müde werden, stetig bei unseren Konzerten aufzutauchen und für jeden Quatsch und rockigen Blödsinn zu haben sind, welchen wir so gerne darbieten...

Bei vielen netten Supportern, u. a. Charly Bruchmann und Berti Reichenberg, die uns viele schöne Auftritte vermittelten und eine lange Liste anderer toller Leute, die uns bei all' den Stadtfesten, Kneipengigs, Groß- und Kleinveranstaltungen unterstützt haben!!

Bei den vielen netten Bands, mit denen wir zusammen gespielt haben.

Und vor allem ein großes DANKE unseren verständnisvollen Mädels, die uns die lange Leine lassen :-) :-) :-)